Bielefeld liegt im Übergang vom Teutoburger Wald zur Westfälischen Bucht. Die wechselhaften Niederschläge dieser Region führen zu stark schwankenden Grundwasserständen, die das Konsolidationsverhalten toniger Schichten maßgeblich beeinflussen. Ein Ödometer-Konsolidationsversuch liefert hier die entscheidenden Kennwerte: Steifemodul, Durchlässigkeit und Vorkonsolidierungsdruck. Ohne diese Daten riskiert man bei Bauwerken in Bielefeld unkontrollierte Setzungen, besonders auf den verbreiteten Geschiebemergeln. Vor dem Versuch wird oft ein Sondier- und Probeschurf angelegt, um repräsentative Proben zu entnehmen.
Auf den Geschiebemergeln Bielefelds entscheidet der Vorkonsolidierungsdruck über die tatsächliche Setzungsempfindlichkeit eines Bauwerks.
Methodik und Umfang
Der Ödometer-Versuch nach DIN 18135 simuliert im Labor die eindimensionale Zusammendrückung einer Bodenprobe unter stufenweise steigender Last. Für Bielefeld typisch sind die tonig-schluffigen Deckschichten aus der Saale-Kaltzeit, deren Konsolidationsbeiwerte (cv) zwischen 1 und 10 m²/a liegen. Die Triaxialprüfung ergänzt diese Daten um die Scherfestigkeit unter definierten Drücken. Der Versuch liefert direkt den Kompressionsbeiwert Cc und den Schwellbeiwert Cs, die für die Berechnung von Setzungen unter Bauwerken in Bielefeld unverzichtbar sind. Die Probenvorbereitung erfolgt nach DIN EN ISO 17892-5.
Technisches Referenzbild — Bielefeld
Lokale Besonderheiten
Ein häufiger Fehler in Bielefeld: Bauherren stützen sich ausschließlich auf Rammkernsondierungen und vernachlässigen den Ödometer-Versuch. Die tonigen Geschiebemergel verhalten sich unter Dauerlast anders als unter Kurzzeitbelastung. Fehlt der Vorkonsolidierungsdruck, werden Setzungen um Faktor 2 bis 3 unterschätzt. Bei Straßendämmen oder Mehrfamilienhäusern in Bielefeld führte dies bereits zu Rissen in tragenden Wänden und zu Nachgründungen. Der Ödometer-Konsolidationsversuch ist kein optionaler Zusatz, sondern die Basis für jede Setzungsprognose auf bindigen Böden.
Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze nach DIN 18122 sowie der Korngrößenverteilung. Diese Werte sind notwendig, um die Ergebnisse des Ödometer-Versuchs richtig einzuordnen und die Bodengruppe nach DIN 18196 zu benennen.
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Einaxialer Druckversuch
Ergänzende Prüfung an ungestörten Proben für die schnelle Abschätzung der undrainierten Scherfestigkeit. Besonders relevant für die erste Einschätzung der Tragfähigkeit von bindigen Schichten in Bielefeld.
Diese Leistung ergänzt unsere Laborversuche für eine umfassende Projektanalyse.
Referenznormen
DIN 18135 (Ödometer-Versuch), DIN EN ISO 17892-5 (Laborversuche an Bodenproben), Eurocode 7 – DIN EN 1997-1:2004 (Geotechnische Bemessung)
Häufige Fragen
Was misst der Ödometer-Konsolidationsversuch genau?
Der Versuch misst die zeitabhängige Zusammendrückung einer wassergesättigten Bodenprobe unter definierter Last. Daraus werden der Steifemodul (Es), der Konsolidationsbeiwert (cv) und der Vorkonsolidierungsdruck (σp') abgeleitet.
Wann ist ein Ödometer-Versuch in Bielefeld erforderlich?
Immer dann, wenn Bauwerke auf tonigen oder schluffigen Böden gegründet werden – also auf den typischen Geschiebemergeln Bielefelds. Ohne diesen Versuch sind Setzungsprognosen für Mehrfamilienhäuser, Gewerbebauten oder Lärmschutzwände nicht belastbar.
Wie lange dauert die Prüfung?
Ein Standard-Ödometer-Versuch mit 6 bis 8 Laststufen benötigt etwa 7 bis 10 Tage, da jede Stufe bis zur 90%igen Konsolidation gehalten wird. Für erste Anhaltspunkte gibt es verkürzte Verfahren mit 3 Stufen.
Kann der Versuch auch an gestörten Proben durchgeführt werden?
Nein. Der Ödometer-Versuch erfordert ungestörte Stechzylinderproben, da die Lagerungsdichte und das Porengefüge erhalten bleiben müssen. Gestörte Proben liefern keine verwertbaren Ergebnisse für den Vorkonsolidierungsdruck.
Was kostet ein Ödometer-Konsolidationsversuch in Bielefeld?
Die Kosten liegen je nach Umfang und Anzahl der Laststufen zwischen 180 und 430 Euro pro Probe. Bei mehreren Proben aus einem Bauvorhaben sind Staffelrabatte üblich.