Die Prüfstände für den Labor-Durchlässigkeitsversuch in Bielefeld stehen bereit, sobald ungestörte Proben aus dem Baugrund eintreffen. Das geotechnische Team arbeitet mit Zylindern und Druckreglern, die einen konstanten Wasserspiegel über der Probe halten oder das Absinken der Säule bei fallender Druckstufe exakt messen. In Bielefeld, wo quartäre Lockergesteine aus Löss, Geschiebemergel und Terrassenschottern den Untergrund prägen, liefert der Permeabilitätsversuch verlässliche kf-Werte für die Bemessung von Dränagen, Dichtwänden und Versickerungsanlagen. Vor der Probenvorbereitung wird häufig eine Klassifikation des Bodens nach DIN 18196 durchgeführt, um die Kornverteilung und den organischen Anteil zu bestimmen.
Der kf-Wert aus dem Labor-Durchlässigkeitsversuch ist der zentrale Parameter für jede Dränageplanung und Grundwasserabsenkung in Bielefeld.
Methodik und Umfang
Ein konkreter Fall: Für eine geplante Tiefgarage nahe der Bielefelder Innenstadt, wo der Grundwasserspiegel nur 2,5 Meter unter Gelände liegt, wurde der Durchlässigkeitsbeiwert im Labor ermittelt. Die Versuche mit fallender Druckhöhe an bindigen Proben lieferten kf-Werte zwischen 5 × 10⁻⁹ und 2 × 10⁻⁸ m/s. Das sind typische Werte für den hiesigen Geschiebemergel. Ergänzend dazu wird in Bielefeld oft ein Dichtheits- und Infiltrationsversuch im Feld durchgeführt, um die Ergebnisse aus dem Labor mit der natürlichen Heterogenität des Bodens abzugleichen. Die Norm DIN 18130-1:1998-05 gibt dabei das Verfahren vor.
Technisches Referenzbild — Bielefeld
Lokale Besonderheiten
Bielefeld ist in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen – die Stadtteile Sennestadt und Brackwede wurden auf ehemaligen Ackerflächen und Feuchtwiesen errichtet. Diese Böden, vor allem die weichplastischen Tone und stark schluffigen Lehme, weisen eine geringe bis sehr geringe Wasserdurchlässigkeit auf. Wird der Labor-Durchlässigkeitsversuch ausgelassen, riskiert man unkontrollierte Staunässe unter Bauwerken, hebende Sohlplatten oder eine fehlerhafte Dimensionierung von Versickerungsmulden. Das kann teure Nachbesserungen nach sich ziehen.
Ungestörte Stechzylinderprobe (Durchmesser 100 mm, Höhe 50–127 mm)
Messgröße
Durchlässigkeitsbeiwert kf [m/s]
Gültigkeitsbereich kf
1 × 10⁻¹⁰ bis 1 × 10⁻³ m/s
Prüfdauer
2 bis 5 Tage (abhängig von Bodendichte)
Temperaturkorrektur
auf 10 °C (DIN 18130-1)
Ergänzende Leistungen
01
Durchlässigkeitsversuch mit fallender Druckhöhe
Geeignet für bindige Böden wie Schluffe, Tone und Geschiebemergel. Die Probe wird in einem Stechzylinder von oben mit Wasser beaufschlagt, der zeitliche Absinkvorgang gemessen und daraus der kf-Wert berechnet.
02
Durchlässigkeitsversuch mit konstanter Druckhöhe
Für nichtbindige Böden wie Sande und Kiese. Ein konstanter Wasserstand wird über einen Überlauf aufrechterhalten, die durchfließende Wassermenge über eine definierte Zeit erfasst und der kf-Wert bestimmt.
03
Probennahme und Transportlogistik in Bielefeld
Wir organisieren die fachgerechte Entnahme ungestörter Stechzylinderproben auf der Baustelle in Bielefeld und den schonenden Transport ins Labor, um die natürliche Lagerungsdichte und den Wassergehalt zu erhalten.
Referenznormen
DIN 18130-1:1998-05 (Bestimmung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwerts), DIN EN ISO 17892-11:2019-11 (Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben), DIN 18196:2011-05 (Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation)
Häufige Fragen
Was kostet ein Labor-Durchlässigkeitsversuch in Bielefeld?
Die Kosten für einen vollständigen Durchlässigkeitsversuch inklusive Probenvorbereitung, Prüfung und Prüfbericht liegen in der Regel zwischen 420 und 520 Euro. Der genaue Preis hängt von der Anzahl der Proben und dem gewählten Verfahren (fallende oder konstante Druckhöhe) ab.
Wie lange dauert der Permeabilitätsversuch im Labor?
Die reine Prüfdauer beträgt je nach Bodendichte und Verfahren 2 bis 5 Tage. Hinzu kommt die Zeit für Probenvorbereitung, Temperierung und die Erstellung des Prüfberichts. Planen Sie insgesamt etwa eine Woche für das Ergebnis in Bielefeld ein.
Welcher kf-Wert ist für den Baugrund in Bielefeld typisch?
In den quartären Lockergesteinen von Bielefeld – Geschiebemergel, Lösslehm und Terrassensanden – treten kf-Werte zwischen 1 × 10⁻⁹ m/s (bindig) und 1 × 10⁻⁴ m/s (nichtbindig) auf. Die genaue Bestimmung im Labor ist essenziell für die Planung von Versickerungsanlagen und Dränagen.
Wann ist der Versuch mit fallender, wann mit konstanter Druckhöhe anzuwenden?
Das Verfahren mit fallender Druckhöhe wird bei bindigen Böden (Tone, Schluffe) angewendet, da hier der Durchfluss sehr gering ist. Das Verfahren mit konstanter Druckhöhe eignet sich für nichtbindige Böden (Sande, Kiese), bei denen eine messbare Durchflussmenge erreicht wird. Die DIN 18130-1 gibt die Anwendung vor.