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In-Situ in Bielefeld

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Die Kategorie In-Situ umfasst alle geotechnischen Feldversuche, die direkt vor Ort im Baugrund durchgefuehrt werden, ohne Probenentnahme und Labortransport. In Bielefeld ist diese Herangehensweise von besonderer Bedeutung, da die heterogenen Bodenverhaeltnisse – gepraegt von Lösslehm, Geschiebemergel und Tonsteinen des Muschelkalks – eine genaue Zustandsbewertung ungestoerter Formationen erfordern. Nur durch In-Situ-Messungen lassen sich die tatsaechliche Lagerungsdichte, die Spannungsverhaeltnisse und die Gebirgsdurchlaessigkeit zuverlaessig erfassen, was fuer die Standsicherheit und Wirtschaftlichkeit von Bauprojekten entscheidend ist.

Der Bielefelder Untergrund wird durch die Lage am Nordrand des Teutoburger Waldes gepraegt. Hier wechseln sich quartäre Lockergesteine mit Festgesteinen des Mesozoikums ab. Besonders die Verwitterungszonen des Muschelkalks und die eingelagerten Tonsteinlinsen stellen Planer vor Herausforderungen, da deren mechanisches Verhalten stark schwankt. Ein Flachdilatometer-Versuch (DMT) kann hier wertvolle Kennwerte liefern, indem er den horizontalen Spannungszustand und den Kompressionsmodul direkt im anstehenden Boden misst – Informationen, die Laborversuche an gestörten Proben oft verfälschen.

Für die Ausführung von In-Situ-Versuchen in Deutschland sind die Normen der DIN 4020 (Geotechnische Untersuchungen) sowie die spezifischen Regelungen der DIN EN ISO 22476-Reihe maßgeblich. Der Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) etwa wird nach DIN EN ISO 22282 durchgeführt und ist in Bielefeld bei der Planung von Versickerungsanlagen oder der Beurteilung von Hangstabilitäten unverzichtbar. Die lokale Baubehörde verlangt zudem regelmäßig belastbare In-Situ-Daten, wenn in grundwassernahen Bereichen wie entlang der Lutter oder in den Hanglagen des Bielefelder Passes gebaut wird.

Typische Projekte, die In-Situ-Untersuchungen in Bielefeld erfordern, sind der Bau von Mehrfamilienhäusern in den Hanggebieten von Dornberg, die Errichtung von Regenrückhaltebecken in den quartären Talfüllungen oder die Sanierung historischer Bausubstanz auf dem Sparrenberg. Auch für den Ausbau der Stadtbahnlinie 3 waren umfangreiche Feldversuche nötig, um die Tragfähigkeit des Baugrunds unter dynamischer Belastung zu verifizieren. In diesen Fällen liefern direkte Aufschlussverfahren die notwendige Prognosesicherheit für Gründungskonzepte.

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Verfügbare Leistungen

Flachdilatometer-Versuch (DMT)

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Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon)

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Häufige Fragen

Was versteht man unter In-Situ-Versuchen in der Geotechnik?

In-Situ-Versuche sind geotechnische Felduntersuchungen, die direkt im anstehenden Boden oder Fels durchgeführt werden, ohne Material zu entnehmen. Sie dienen der Ermittlung von Zustandsgrößen wie Lagerungsdichte, Steifigkeit oder Durchlässigkeit unter natürlichen Spannungsbedingungen und liefern oft realistischere Kennwerte als Laborversuche an gestörten Proben.

Warum sind In-Situ-Untersuchungen in Bielefeld besonders wichtig?

Die komplexe Geologie Bielefelds mit Wechsellagerungen von Lockergesteinen und verwittertem Festgestein erzeugt kleinräumig stark schwankende Baugrundeigenschaften. In-Situ-Verfahren erfassen diese Heterogenität zuverlässig, da sie den Boden im ungestörten Verbund prüfen und lokale Besonderheiten wie Kluftwasserführung oder Verwitterungsgrade direkt abbilden.

Welche Normen regeln In-Situ-Versuche in Deutschland?

Massgeblich sind die DIN 4020 für geotechnische Untersuchungen sowie die DIN EN ISO 22476-Reihe für spezifische Sondierverfahren. Für Wasserdurchlässigkeitsversuche gilt die DIN EN ISO 22282. Diese Normen legen Durchführung, Auswertung und Dokumentation verbindlich fest und sind Grundlage jeder Baugrundbeurteilung nach deutschem Regelwerk.

Welche In-Situ-Verfahren eignen sich für welche Baugrundfragestellung?

Die Verfahrenswahl richtet sich nach dem Erkundungsziel: Der Flachdilatometer eignet sich für Steifigkeits- und Spannungsmessungen in Lockergesteinen, während Durchlässigkeitsversuche nach Lefranc oder Lugeon die hydraulische Leitfähigkeit für Versickerungsprojekte bestimmen. Drucksondierungen wiederum dienen der Schichtabgrenzung und Tragfähigkeitsbewertung.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Bielefeld.

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